Ablauf einer Begleitung

 

Hospizarbeit wird durch ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen geleistet, die sorgfältig auf ihre Aufgabe vorbereitet werden. Ihren Dienst versehen sie ehrenamtlich. Für die begleiteten Familien ist der ambulante Hospizdienst kostenlos. Die für Schulungen und Weiterbildungen notwendigen Gelder werden vom Verein getragen.

 

 

Hauptamtliche Mitarbeiter sind die ersten Ansprechpartner, wenn eine Familie sich z.B. nach einer schweren Krebsdiagnose an HOSPIZ BETHESDA e.V. wendet. Zügig wird ein Besuch zu Hause oder in einer Pflegeeinrichtung vereinbart und überlegt, welcher ehrenamtlich Mitarbeitende in die durch die Krankheit veränderte Familiensituation passt. Weitere professionelle Hilfen ergänzen die Begleitung der Familie.

 

 

Unser ambulant arbeitender Hospizdienst ist Mitglied bei PANDU, dem Palliativnetz in Duisburg, das Ärzte, Pflegedienste, Apotheken und Hospizdienste zusammenbindet, um für die Patienten eine bestmögliche Versorgung zu Hause zu gewährleisten und Krankenhausaufenthalte auf das absolut notwendige Maß zu begrenzen.

 

 

Unsere Ehrenamtlichen erhalten für ihre anspruchsvolle Aufgabe eine gründliche und ausführliche Schulung. „Sterbende begleiten lernen“ heißt das Konzept, das in den meisten Hospizdiensten in Deutschland für die Ausbildung der Ehrenamtlichen zur Verfügung steht und das wir kontinuierlich weiterentwickeln.

 

 

Nach einem ersten Besuch durch die Koordinatorin und dem Einverständnis des Betroffenen wird eine Ehrenamtliche(r) Mitarbeiter(in) angefragt, ob diese die Begleitung übernehmen möchte/könnte. Hierbei wird sensibel darauf geachtet, dass die zu Begleitenden und die ehrenamtlichen Mitarbeiter zueinander passen. Sowohl die Wünsche der Anfragenden als auch der Bedarf an Unterstützung wird dabei weitestgehend berücksichtigt.

 

 

Unterstützung für den Sterbenden

 

 

Die meisten Menschen wünschen zu Hause, nicht allein und ohne Schmerzen zu sterben. In Zusammenarbeit mit der Familie, dem Arzt, dem Palliativnetzwerk Duisburg versucht HOSPIZ BETHESDA e.V. seinen Beitrag zu leisten, um diesen Wunsch vielen zu erfüllen. Aktive Sterbehilfe ist in unserer Arbeit ausgeschlossen.

 

 

Bei der Begleitung wird ein Sterbender in mehrfacher Hinsicht unterstützt: Er bleibt in der Zeit des Sterbens nicht allein. Er kann sich wertgeschätzt und angenommen erfahren und die Sorge spüren, die sich um sein Wohlbefinden müht. Manchmal sind das nur kleine Handreichungen, oft aber auch tiefgehende Gespräche, in denen das Leben des sterbenden Menschen noch einmal gewürdigt wird.

 

Manchmal kehren dann Ruhe und Frieden ein und der sterbende Mensch kann sich mit sich selbst und anderen in seiner Umgebung versöhnen. Selbstverständlich gilt für Hospizmitarbeiter und -mitarbeiterinnen eine absolute Schweigepflicht! Niemand muss befürchten, dass vertrauliche Gespräche an die Öffentlichkeit gelangen.

 

 

 

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